Eine Schizophrenie-Patientin zeichnet ihre Halluzinationen

Unheimliche Zeichnungen zur Selbsttherapie

Kate Fenner ist 18 Jahre alt und leidet unter Schizophrenie. Sie war schon immer eine Künstlerin, aber hat ihre künstlerische Seite erst entdeckt, als ihre Krankheit diagnostiziert wurde. Sie selbst bezeichnet sich nicht als psychisch krank, da sie sich nicht als schwachen Menschen sieht, der Hilfe benötigt. Zu ihr als Person gehört noch viel mehr als nur die Krankheit, unter der sie die Leute gerne abstempeln. Sobald sie jemandem von ihrer Schizophrenie erzählt, betrachten die Leute sie anders und sehen sie nur als psychisch krankes Mädchen. 

Um das durch die Medien geprägte Bild von schizophrenen Menschen zu verändern, spricht Kate ganz offen über ihre Krankheit und zeigt, dass sie auch ein ganz normales junges Mädchen ist. Im Gegensatz zu Schizophrenen aus Hollywood-Filmen, die auf der Straße sitzen und schreien, ist Kate ganz ruhig und introvertiert. Sie hat angefangen ihre Halluzinationen aufzuzeichnen, da sie so besser mit der Krankheit umgehen kann. Die erstaunlichen Bilder seht ihr auf den nächsten Seiten. 

Zeichnungen helfen Kate, mit der Krankheit umzugehen

So wie andere Leute Tagebuch schreiben, zeichnet Kate ihre Halluzinationen. Sie hört Stimmen, Soundeffekte und zufällige Geräusche und sieht Augen und Gesichter, die nicht zusammenpassen. Die meiste Zeit ist sie für sich und bleibt in ihrem Zimmer. 

Kate sieht häufig Käfer und fühlt sich durch ihre Depression wie eine wertlose Fliege. Daher zeichnet sie viele dieser Fliegen in unterschiedlichen Situationen. 

Dieser Käfer krabbelt oft an ihrer Zimmerdecke und macht Klick-Geräusche. Häufig sieht sie ihn auch unter bestimmten Gegenständen herumkrabbeln.  

Dieses Bild entstand, als sie in den Spiegel schaute. Es soll ein Selbst-Portrait darstellen.

Diesen Vogel hört sie häufig singen.

Kates Selbstbewusstsein ist angekratzt und manchmal wünscht sie sich, sie könnte sich in ein hübscheres Mädchen verwandeln. 

Schizophrenie äußert sich bei jedem Menschen unterschiedlich. Kate verarbeitet ihre Halluzinationen in Zeichnungen, doch andere Patienten finden ihre eigenen Wege, um mit der Krankheit umzugehen. Die 18-Jährige will mit ihren Bildern eine Form der Bewältigung zeigen und so das Bewusstsein für die Krankheit verändern.